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Referenzbericht

eCloud Technologies

Die Firma eCloud Technologies suchte für die Realisierung eines innovativen Projektes zusätzliches Entwicklungs- sowie Produktions-Know-how. Vor allem sollte der EMS-Partner über ausreichend Erfahrung in der SMD-Bestückung verfügen.

Entwicklungs-Know-how vom Profi

„Die Mitarbeiter von Grundig Business Systems haben uns mit ihrem Entwicklungs- und Produktions-Know-how überzeugt.“
Dr. Norbert Danneberg, eCloud Technologies

Die Anforderung

Die Gründer der Firma eCloud Technologies aus München benötigten für die Realisierung ihres innovativen Produktes – eines Umrichters – zusätzliches Entwicklungs- sowie Produktions-Know-how. Sie suchten nach einem Unternehmen, das ausreichend Erfahrung in der SMD-Bestückung vorzuweisen hat.

Die Lösung

Der bayerische EMS-Dienstleister Grundig Business Systems unterstützte bei der Entwicklung und Erstellung eines ersten Prototypens. Hierbei überzeugte vor allem der zuständige GBS-Ansprechpartner mit seiner Fachkompetenz.

Die Vorteile

Die Firma eCloud Technologies hat mithilfe von GBS den Grundstein gelegt, dass der Umrichter zukünftig in Serie produziert werden kann. Darüber hinaus profitierte das Unternehmen von günstigen Einkaufskonditionen für die benötigten Bauteile. Die Produktidee wurde so kosteneffizient umgesetzt.

Start-up-Unternehmen setzt auf erfahrenen EMS-Dienstleister

Die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen gewinnt an Bedeutung. Dazu gehört auch die Nutzung der Sonnenenergie, denn immer mehr Verbraucher setzen auf Solaranlagen, um Kosten zu sparen. Innovative Produkte sind gefragt, um die Sonnenenergie noch effektiver zu nutzen. Mit einer besonders innovativen Idee ging 2012 das Münchener Unternehmen eCloud Technologies mit den Geschäftsführern Dr. Norbert Danneberg und Dr. Thomas Schweizer an den Start. Es hat sich zum Ziel gesetzt, eine Technologie zu entwickeln, die den Eigenverbrauch optimiert, die Batteriespeicher von Solaranlagen vernetzt sowie die Speicherkapazität dem Stromnetz bereitstellt. Ein großer Speicher – die eCloud – soll entstehen.

Der zum Patent angemeldete eVerter des Unternehmens zeichnet sich durch ein neuartiges Konzept aus: Ein neuer Umrichter vereint einen bidirektionalen Wechselrichter, einen Laderegler für einen Batteriespeicher sowie einen Energiemanager in einer einfachen Schaltung. Der entscheidende Vorteil der Lösung: Der Speicher befindet sich im Wechselrichter, die Lösung ist somit wesentlich günstiger als bisher am Markt erhältliche Produkte. Zudem wird aufgrund des bidirektionalen Betriebs das Be- und Entladen des Speichers aus dem Stromnetz ermöglicht, eine Netzüberlastung wird vermieden. Speicher können zukünftig miteinander vernetzt und in die eCloud eingebunden sein. Sie erbringen bei Bedarf Dienstleistungen für Verteil- und Übertragungsnetzbetreiber. Somit kann auch Strom gehandelt werden. Denkbar wäre dies bei Privathaushalten, die den über Solarenergie gewonnenen Strom einerseits selbst nutzen, andererseits zusätzlich vorhandenen Speicher dem Stromnetz bereitstellen und Erlöse erhalten.

Entwicklungsleistung aus Bayreuth
Für die Umsetzung ihrer Idee benötigte eCloud Technologies zunächst einen funktionierenden Aufbau einer Leiterplatte. Hiermit wandte sich das Unternehmen an den EMS-Dienstleister Grundig Business Systems (GBS) aus Bayreuth. GBS hat über 50 Jahre Erfahrung in der Entwicklung, Herstellung und Montage von mechatronischen Produkten und ist eines der führenden mittelständischen Produktions- und EMS-Dienstleistungsunternehmen in Deutschland. Es deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Produktidee über die Produktion bis hin zum After-Sales eines elektronischen oder mechatronischen Produktes.

Im Falle von eCloud Technologies waren die Entwicklung und der Einkauf von GBS gefragt. „Die vielen Einzelschaltpläne mussten in eine Gesamtschaltung gebracht werden“, so Walter Schmid, Hardware- und Software-Entwickler von GBS. Es wurde gemeinsam eine Leiterplatte entwickelt. Der Einkauf von GBS erstellte die Stücklisten und kaufte die notwendigen Bauteile kostengünstig ein. So konnte anschließend daran gearbeitet werden, dass der Aufbau der Leiterplatte mit den Bauteilen funktioniert. Es wurde beispielsweise darauf geachtet, dass nicht zu hohe Ströme geschaltet werden. Auch konnten kleinere Probleme gleich in der Entwicklungsphase behoben werden. Die benötigte Software programmierte eCloud Technologies, sodass die Baugruppen funktionstechnisch in Betrieb genommen werden konnten. Auf diese Weise entstand ein erster Prototyp, der im Labor von GBS getestet wurde. „Bei unserem Produkt kommen viele sehr fortschrittliche Chips zum Einsatz. Mit dieser Technologie muss man umgehen können“, so Dr. Danneberg. Mit GBS habe man den passenden Partner gefunden. „Die Mitarbeiter sind engagiert und sehr zuverlässig“, bewertet Dr. Danneberg die abgelieferte Leistung. „Vor allem aber haben die Mitarbeiter jahrelanges Produktions-Know-how, von dem wir profitieren, zum Beispiel in Bezug auf die SMD-Technologie“, so Dr. Danneberg weiter.

Als ein weiterer Schritt ist geplant, das Produkt serienreif zu machen und weiter zu optimieren, sodass weniger Spannungsverluste auftreten und möglichst viel Energie gespeichert wird. Hierfür muss vor allem eine Baugruppentrennung erfolgen, damit später ein Teil in die Solarzelle integriert und die andere Baugruppe beispielsweise im Keller eines Hauses untergebracht werden kann. Darüber hinaus muss noch das Gehäuse nach den gesetzlich vorgegebenen Regularien entwickelt werden, sodass das neue Produkt die notwendige CE-Zertifizierung erhält. „Für die spätere Serienproduktion des Produktes käme als Auftragsfertiger GBS infrage, denn diesem Unternehmen vertrauen wir“, so Dr. Danneberg.

Fazit: Ein kompetenter Partner an der Seite
„Aus unserer anfänglichen Produktidee könnten wir zukünftig noch weitere intelligente Ladegeräte entwickeln“, sagt Dr. Danneberg. So wäre beispielsweise ein Speicher für Elektroroller interessant. Doch sowohl für die Realisierung des Umrichters als auch für weitere Produktideen ist eCloud Technologies derzeit noch auf der Suche nach Industriepartnern. Mit GBS habe das Unternehmen bereits einen Partner gefunden, der einen wesentlichen Anteil an der Herstellung des Prototypens hat: „GBS ist ein Unternehmen, das Innovationen vorantreibt und wir sind sehr dankbar dafür, dass wir bei unserem Projekt so kompetent unterstützt werden“, so Dr. Danneberg.