Selektivlöten

Selektiv-Löttechnik

Mit dem hochflexiblen Miniwellen-Selektivlötsystem können die Mitarbeiter von Grundig Business Systems auch kleine oder gar Null-Serien prozesssicher und mit höchster Qualität löten.

Selektivlöten beschleunigt Prozessoptimierung

Das Selektivlöten ist ein Verfahren, das elektronische Baugruppen nach der Montage auf der Leiterplatte durch einen Lötvorgang dauerhaft mit dieser verbindet. Es kommt vor allem zum Einsatz, wenn auf einer Platine bereits einige SMT-Bauteile verlötet wurden und anschließend noch bedrahtete Bauelemente (THT-Bestückung) befestigt werden müssen.

Handlöten mit klaren Nachteilen gegenüber dem Selektivlöten

Wenn THT-Bauelemente per Hand gelötet werden, kann dies deutliche Nachteile gegenüber einem automatisierten Ablauf wie dem Selektivlöten mit sich bringen. Es ist kaum möglich, die Lötvorgänge identisch zueinander ablaufen zu lassen, was zu großen Abweichungen führen kann. Ist die Temperatur zu niedrig, erfolgt kein Lotdurchstieg und die unterschiedlichen Metalle auf der Platine verbinden sich nicht ausreichend miteinander. Wird mit einer zu geringen Temperatur gearbeitet, sind Überhitzung und Defekte an den Bauelementen mögliche Folgen. Zudem können Temperaturveränderungen dazu führen, dass die Lötverbindungen Unterbrechungen aufweisen. Diese Gefahren bestehen beim automatischen Selektivlöten nicht.

Selektivlöten oftmals bessere Alternative
Das Selektivlöten als Verfahren weist besonders den Nutzen auf, dass sich der Ablauf genau lenken und festlegen lässt. Dadurch, dass der Vorgang beim Selektivlöten programmiert und kontrolliert werden kann, können unter anderem die Umgebungsbedingungen für jeden Lötpunkt individuell beschrieben werden. Die Werte der x- und y-Achse werden für jedes zu lötende Bauelement einzeln bestimmt. Daneben bietet das Selektivlöten ebenso die Möglichkeit, die Temperatur des Lotes sowie die Kontaktzeit konkret anzugeben. Auch das Flussmittel, das der besseren Benetzung der Leiterplatte dient und die Oberflächenspannung des flüssigen Lotes reduziert, kann nach präzisen Anweisungen angebracht werden. Ein weiterer Vorteil beim Selektivlöten besteht darin, dass dem Lötzinnpegel durch den automatisierten Ablauf immer genauestens entsprochen werden kann. Dadurch wird eine gleichbleibende Löthöhe an der Düse gewährleistet. So stellen diese Möglichkeiten sicher, dass die Vorgänge beim Selektivlöten für jedes beliebige Bauelement exakt kopierbar sind. Eine Realisierung des Verfahrens ist bis zu einer Distanz von etwa 3 mm zu angrenzenden Bauelementen, die nicht gelötet werden dürfen, möglich.

Obwohl sich der Programmieraufwand beim Selektivlöten durch die Festlegung jedes einzelnen Lotpunktes relativ zeitaufwändig gestaltet, verkürzt sich die Durchlaufzeit insgesamt. Durch die automatisierten Vorgänge wird die Fehlerquote merklich verringert, wodurch die Sichtkontrollen beim Selektivlöten schneller passiert werden können und sich Korrekturen im Nachhinein zumeist erübrigen. So erzielt das Verfahren insgesamt eine wesentlich höhere Qualität bei gleichbleibenden Kosten.

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