Automatische Optische Inspektion (AOI)

AOI

Bei der Automatischen Optischen Inspektion (AOI) kommen Systeme zum Einsatz, die mittels Bildverarbeitungsverfahren Fehler finden und melden können. Sie dienen der Kontrolle bei der Leiterplattenherstellung und bei der Produktion elektronischer Baugruppen.

Zuverlässiges Prüfverfahren: Die Automatische Optische Inspektion (AOI)

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Bei der Automatischen Optischen Inspektion, kurz AOI, handelt es sich um ein System, das anhand eines Bilderfassungsverfahrens Fehler finden und anzeigen kann. Durch Sichtkontrolle überprüfen AOI-Systeme mitunter die Herstellung von Leiterplatten und sind bei der Anfertigung elektronischer Baugruppen (bestückte Leiterplatten) im Einsatz.

Zwei Arten der Bildaufnahme mit AOI-Verfahren

Bezüglich der unterschiedlichen Arten der Bildaufnahmen beim AOI-System wird zwischen einem kamerabasierten und einem scannerbasierten Verfahren unterschieden. Die Auswertung bei einem kamerabasierten Verfahren kann entweder durch eine einzelne von oben auf die Leiterplatten gerichtete Kamera oder mehrere Kameras in Kombination miteinander erfolgen. Dabei ermöglichen diverse im AOI-Gerät angebrachte Kameramodule in unterschiedlichen Winkelanordnungen eine mathematisch genaue Auswertung der Bildaufnahmen. Ein scannerbasiertes AOI-System dagegen verfügt über eine Zeilenkamera, die die zu kontrollierende elektronische Baugruppe in einem Schritt erfassen kann.

Um den gesamten Bereich zu untersuchen, wird bei beiden AOI-Verfahren entweder die Kamera über die Baugruppen bewegt oder die Baugruppen unterhalb der Kamera hindurch gefahren. Dabei gibt es die Möglichkeit, die Leiterplatten entweder von Hand in das AOI-System einzuführen und nach der Prüfung wieder zu entnehmen (Stand-Alone) oder maschinell über ein Förderband vom AOI-Gerät prüfen zu lassen (Inline).

Künstliche Lichtquellen unterstützen AOI

Um eine hinreichend gute Sicht für die Kontrolle der Bauteile zu gewährleisten, ist eine künstliche Lichtquelle notwendig. Dabei kann die Beleuchtung in dem AOI-System verschiedenartig ausgerichtet sein. So besteht die Möglichkeit, die Leiterplatten entweder direkt von oben auszuleuchten oder mittels indirekten Lichts von der Seite zu bestrahlen. Auch die Verwendung von mehrfarbiger Beleuchtung für die Sichtung der bestückten Baugruppen ist möglich.

Um eventuellen Störquellen von außen vorzubeugen, verfügen die meisten AOI-Systeme über eine fast vollständig geschlossene Verkleidung. So ist sichergestellt, dass keine fremden Lichtquellen wie zum Beispiel Sonnenlicht oder die Beleuchtung der Produktionshalle, eindringen und eine Störung des AOI-Tests verursachen können. Zudem bietet ein solch geschlossenes AOI-System mit eigener Lichtquelle den Vorteil, dass Beleuchtungssituationen nach Belieben nachgeahmt werden können, wodurch sich ein Vergleich einfacher gestaltet.

In der Elektronikproduktion wird das AOI-Verfahren besonders im Bereich der SMD-Bestückung genutzt. Als professioneller EMS-Dienstleister bietet auch Grundig Business Systems die Untersuchung von Bauteilen mittels AOI an. Bei Fragen oder für eine Terminvereinbarung melden Sie sich einfach unter der Nummer: 0921 / 90879649. Wir helfen Ihnen gerne weiter!