Traceability mit automatisierter Testlinie

Vor allem EMS-Kunden aus dem Automotive-Bereich fordern eine lückenlose Traceability. Zu diesem Zweck hat Grundig Business Systems einen In-Circuit-Tester (ICT) mit automatischem Nutzentrenner in die Fertigung integriert. Der Herstellungsprozess wird weniger fehleranfällig, weniger personalintensiv und sehr viel stabiler.

Automatisierung für mehr Effizienz und Flexibilität

Die fertig bestückte Leiterplatte durchläuft die Nutzentrenn- und Testlinie, nachdem sie erfolgreich das AOI passiert hat. Es handelt sich dabei um einen voll automatisierten Vorgang. Zunächst werden die Leiterplatten im Nutzen getestet. Sie durchlaufen dabei ein individuell erstelltes Prüfprogramm, bei dem Testpunkte auf der Leiterplatte kontaktiert und auf verschiedene elektrische Eigenschaften untersucht werden. Auf diese Weise werden zum Beispiel geforderte Bauteilwerte oder die Funktionsfähigkeit von LED’s automatisch beurteilt. Im Anschluss an den Testprozess erfolgt die Trennung der Leiterplatten aus dem Nutzen. Ein Greifer hält die Leiterplatte in Position, während eine Fräse von unten den Schnitt ausführt. Sobald die Leiterplatte vom Nutzen getrennt ist, nimmt sie der Greifer und legt sie auf ein Tray.

Das Ziel der Automatisierung liegt darin, Prozesse möglichst nicht per Hand abzubilden und somit weniger fehleranfällig zu machen. Dadurch wird der gesamte Fertigungsprozess zuverlässiger. Außerdem verringert sich der logistische Aufwand deutlich.

Digitalisierung ermöglicht durchgängige Traceability
Per Laser wird am Anfang des Fertigungsprozesses ein Datamatrix-Code auf jeden Nutzen der Leiterplatte aufgebracht. Diese Kennzeichnung benötigt nicht viel Platz und ermöglicht die Prozessverriegelung bzw. Rückverfolgbarkeit im weiteren Produktionsprozess. Bei jedem Produktions- bzw. Kontrollschritt wird der Gut-Status in einer Datenbank festgehalten. Der ICT und der automatische Nutzentrenner geben die durchgängig gut getesteten Teile zur Weiterverarbeitung frei. Die Zuordnung geschieht durch Scannen des Codes. Entsprechend der Gut/Schlecht-Sortierung werden die unbrauchbaren Leiterplatten nach der Trennung auf ein separates Tray abgelegt und damit aussortiert. Das Ergebnis wird in einer Datenbank Traceability-konform dokumentiert. Bei der Hochgeschwindigkeits-Nutzentrennanlage, die bei GBS im Einsatz ist, erfolgt dieser Prozess voll automatisch, verlässlich und in Sekundenschnelle.

Höchstmögliche Flexibilität durch Zweigleisigkeit
Die Linienlösung von ASYS besteht aus zwei Be-/Entlade-Systemen, einer Testzelle und mehreren Handlingmodulen. Das Besondere: Sie kann in drei verschiedenen Modi betrieben werden, die jeweils die Prozesse Trennen, Testen und Ablegen abwickeln. Im ersten Modus teilt die Maschine einen Mehrfachnutzen in Einzelnutzen, testet diese und stapelt sie danach in ein Magazin. In dieser Einstellung wird die Linie von einer Seite beladen. Im zweiten Modus werden die Leiterplatten im Nutzen getestet und im Anschluss daran aus dem Nutzen getrennt und abgelegt. Der dritte Modus ermöglicht es die Anlage von zwei Seiten zu beladen. Der Prozess wird flexibler, da nun zwei unterschiedliche Produkte zeitgleich auf der Linie verarbeitet werden können. Während die Schaltungen auf der einen Seite getestet werden, kann auf der anderen Seite ein anderes, bereits getestetes Produkt zugeführt, vereinzelt und in Trays abgelegt werden.

Wenn Sie noch Fragen haben zum Thema automatisierte Testverfahren und Traceability, melden Sie sich einfach unter der Nummer: 0921 / 90879649 oder per Mail an ems@grundig-gbs.com. Wir helfen Ihnen weiter! Gerne vereinbaren wir auch einen Termin für eine Werksbesichtigung bei uns vor Ort.